Invicta 4½ Litre S-Type Low Chassis

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  • Äußerst seltener, unrestaurierter Originalzustand
  • lückenlose Historie, lediglich fünf Vorbesitzer
  • 4,5 l Meadows OHC-Reihensechszylinder in Rennspezifikation (Vmax 185 km/h), Originalmotor (Vmax 160 km/h) beim Fahrzeug

Der Invicta 4½ Litre S-Type Low Chassis Sports ‘Scout`

Noel Macklin und Oliver Lyle hatten bereits Erfahrungen aus der Autoindustrie, als sie 1924 „Invicta“ gründeten. Was sinngemäß „unbesiegt“ bedeutet, war Programm: Modellflexibilität wie bei US- Herstellern (heute würde man „Plattformstrategie“ sagen), aber Rolls-Royce-Qualität kombiniert mit Bentley-Sportlichkeit. Mindestens 1925 verließen die ersten Serienfahrzeuge Macklins Fertigung in Cobham, Surrey.

Details I

Henry Meadows hatte den 2,5 l Reihensechszylindermotor mit oben liegender Nockenwelle konstruiert, dessen Kraft ein Vierganggetriebe übertrug.1926 wurde der Hubraum auf 3,0 l vergrößert, womit die Leistung auf 95 bhp stieg. Zur Wahl standen ein Short Chassis („SC“ Radstand 2.997 mm) und ein Long Chassis („LC“ 3.200 mm). 1926 folgte der 4,5 l-Motor, der serienmäßig 110 bhp leistete und 1930 auch in den Sportwagen S-Type mit neu konstruiertem kurzem „Low Chassis“ kam. Der 4 ½ l-Motor ist so elastisch, dass sich der S-Type – trotz relativ langer Endübersetzung – im vierten Gang ab etwa 10 km/h ruckfrei beschleunigen lässt. Entsprechend souverän absolviert man lange Etappen über gewundene Landstraßen.

Details II

Die Reputation von Invicta gründete sich nicht nur auf Qualität, sondern vor allem auf Standfestigkeit bei mühelos gehaltenen hohen Tempi über lange Strecken. So stellte Macklins Schwägerin Violette Cordery bereits 1926 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 114 km/h (70.7 mph) über 8.047 Kilometer (5,000 mls) in Montlhery den Streckenrekord auf. 1927 legte sie in ihrem 3 Liter-Invicta unter Aufsicht des RAC in fünf Monaten insgesamt 16.500 Kilometer (10,266 mls) quer durch Europa, Afrika, Indien, Australien, USA und Kanada zurück – mit einem Gesamtschnitt von knapp 40 km/h (24.6 mph) und abgesehen von einer in Australien gebrochenen Antriebswelle ohne Panne. Als hätte es noch eines weiteren Beweises für die Unaufhaltbarkeit der Invicta-Wagen bedurft, fuhr man 1928 in Monza 16.093 Kilometer (10,000 mls) mit einem Schnitt von knapp 91 km/h (56.5 mph), und 24.140 Kilometer (15,000 mls) mit im Schnitt knapp 90 km/h (55.8 mph) – und das vor über 90 Jahren!

 

 

Details III

Dieser Invicta 4 ½ Litre S-Type mit der Chassis-Nr. S75 trägt den originalen Roadster-Aufbau der Firma Carbodies aus Coventry. So wurde er 1931 an Lord Ebury ausgeliefert, der ihn unter „OV 1296“ zuließ. Im illustren Kreis britischer Gentleman Driver, die sich einen Invicta leisten konnten, war es üblich, Autos Namen zu geben. So wurde dieses Auto „Scout“ getauft. Zweiter Eigentümer wurde 1938 Norman Ruck, der das Fahrzeug wunderbar original erhielt und erst in den 1960er Jahren an Henry Peter veräußerte. Auch dieser dritte Besitzer hielt dem Wagen rund drei Jahrzehnte die Treue, bevor er ihn 1995 an den Aachener Ingenieur und Invicta-Fachmann Martin Kölnberger weitergab. Kölnberger erwarb den Wagen zusammen mit einem Ersatzmotor in Rennspezifikation, den ein Spezialist 1990 aufgebaut hatte. 

Details IV

Was macht diesen Invicta S-Type so besonders? 

  • Dass dieses Exemplar in seinem unrestaurierten Originalzustand nahezu einmalig und daher in Fachkreisen entsprechend anerkannt ist   
  • Dass seine Geschichte lückenlos dokumentiert ist und er nur fünf Vorbesitzer hatte
  • Dass ein Invicta „S-Type“ nicht nur exklusiv, sondern auch als wohl schönster britischer Vorkriegssportwagen eine Ikone ist
  • Dass er deshalb auf jeder internationalen Oldtimerveranstaltung willkommen ist…
  • …und sich dort sehr souverän bewegen lässt.

 

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Daten & Fakten

Erstzulassung1931

MotorMeadows Sechszylinder-Reihenmotor, OHC, 2 Vergaser

Getriebemanuell, 4-Gang

Nettogewichtca. 1.450 kg

Stückzahlnicht angegeben

Hubraum / Leistung4.467 ccm / >110 PS (Originalmotor 110 PS)

BremsenTrommel, hydraulisch

Höchstgeschwindigkeitca. 185 km/h (mit Originalmotor ca. 160 km/h)


Preisauf Anfrage

DokumenteEnglische Zulassung, zeitgenössische Unterlagen und Fotos, Rechnungen (z. B. Getrieberevision Kölnberger), Expertise / Wertgutachten Kramer von 2020

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